„Der Turm ist ein starkes Zeichen des Aufbruchs“
BI Freundeskreis „Mainz für Gutenberg“ wirbt um Zustimmung

„Ohne den Bibelturm fehlt der gesamten Sanierung und Erweiterung des Gutenberg-Museums der entscheidende Punkt. Aber es geht nicht nur um ihn, sondern um 400 m2 Erweiterungsfläche, die im ersten Bauabschnitt entstehen soll, ohne den Liebfrauenplatz großflächig zu überbauen. Der Turm ist ein starkes Zeichen des Aufbruchs für ein Museum, das internationale Vergleiche nicht mehr zu scheuen braucht. Der größte Sohn der Stadt verdient das Engagement aller Bürgerinnen und Bürger von Mainz. Wirtschaft und Politik müssen auf allen Ebenen gewonnen werden“. Das meint Henning von Vieregge für den Freundeskreis „Mainz für Gutenberg“, der anlässlich der entscheidenden Ratssitzung am 7. Februar vor dem Mainzer Rathaus für die Realisierung des gesamten Konzeptes demonstrierte.

Ohne den Turm als erstem Bauabschnitt sei das gesamte Konzept eines zeitgemäßen Museumsquartiers gefährdet. „Wenn tatsächlich nur in den Brandschutz des Haupthauses investiert würde, haben wir am Ende keinen Turm und kein Quartier, aber blitzsaubere Brandschutztüren in einem Museumsgebäude, das den Anschluss ans 21. Jahrhundert längst verpasst hat. Und das im Gutenberg-Jubiläumsjahr, während überall ‚Willkommen in der Gutenbergstadt‘-Schilder angebracht werden – welche Ironie!“ bringt Johannes Strugalla die Situation auf den Punkt.

Beide, Strugalla und Vieregge, stehen stellvertretend für den inzwischen rund 40-köpfigen Freundeskreis, den Dagmar Rau-Mann und Ludwig Mann im April 2016 ins Leben gerufen haben. „Die Bürgerinitiative gegen den Bibelturm und die Entscheidung des Stadtparlamentes für einen Bürgerentscheid haben uns nochmals mobilisiert. Jetzt gilt es, Zeichen zu setzen“, meint Vieregge. „Wir rufen die Mainzer auf, sich für das Projekt zu engagieren. In unserer Bürgerinitiative ist noch Platz.“ Der Freundeskreis kooperiert mit der Gutenberg Stiftung, agiert aber unabhängig und parteiübergreifend.

Die Bürgerinitiative „Freundeskreis Mainz für Gutenberg“ setzt sich für die Realisierung des ersten Bauabschnitts zur Erweiterung des Gutenberg-Museums Mainz inklusive dem sogenannten „Bibelturm“ ein. Diese Modernisierung und Erweiterung des Weltmuseums der Druckkunst ist dringend erforderlich, denn das Museum und seine Sammlung brauchen einen angemessenen architektonischen Rahmen, der über die Grenzen der Stadt und die Grenzen unseres Landes hinauswirkt.

Am 15. April 2018 sind die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Mainz zum ersten Bürgerentscheid der Stadtgeschichte aufgerufen. Die BI „Freundeskreis Mainz für Gutenberg“ ruft dazu auf, die dann gestellte Frage „Soll das Gutenberg-Museum durch den Bau des „Bibelturms“ am Liebfrauenplatz gemäß Beschluss des Stadtrates vom 8.2.2017 erweitert werden?“ mit „Ja“ zu beantworten. Ein Ja zum Bibelturm ist ein Ja zum neuen Gutenberg-Museum.

Es gibt gute Argumente für den „Bibelturm“ genannten ersten Bauabschnitt des neuen Gutenberg-Museums:

Das Gutenberg-Museum braucht den Bibelturm,

… weil das Werk Gutenbergs und die erstklassige Sammlung des Gutenberg-Museums ein angemessenes Haus brauchen.
… damit künftige Besucher das Haus nicht suchen müssen. Der Turm ist ihr Wegzeichen.
… weil für die Sanierung des Haupthauses eine Ausweichfläche gebraucht wird. Nur wenn der Bibelturm während der Sanierung die wichtigsten Werke zeigen kann, bleibt eine mehrjährige Schließung erspart.
… weil die Ausstellungskonzeption aus den 1960er Jahren mit den Sehgewohnheiten des Medienzeitalters nicht mehr mithalten kann. Gutenberg war ein Medienrevolutionär, sein Haus dagegen ist veraltet.
… damit das Museum endlich die Zukunft bekommt, die seine Schätze längst verdient haben.

Der Bibelturm passt zu Mainz,

… weil sich unsere Stadt der Zukunft nicht verschließt
… weil heute die Geschichte von morgen gebaut wird.
… weil die Stadt viele Türme hat. Eisenturm, Holzturm und die Türme des Doms. Der Bibelturm ist eine Bereicherung. Willkommen im Club!
… weil weltweit Gutenberg für Mainz steht.
… weil Kultur, Wissen und Bildung die Rohstoffe des 21. Jahrhunderts sind. Die Gutenberg- und Universitätsstadt Mainz braucht mehr Investitionen in Wissensinfrastruktur, nicht weniger.

Kontakt:
Freundeskreis „Mainz für Gutenberg“
c/o Gutenberg Stiftung
Henning von Vieregge und Johannes Strugalla
Liebfrauenplatz 10, 55116 Mainz
Tel.: 0049 (0) 6131 / 90 60-110
E-Mail: info@mainz-fuer-gutenberg.de
Internet: www.mainz-fuer-gutenberg.de
Facebook: www.facebook.com/mainzfuergutenberg