Ja zum Bibelturm!

Argumente für den Bibelturm und die Realisierung des 1. Bauabschnitts zur Erweiterung des Gutenberg-Museums.

Argumente des Freundeskreises "Mainz für Gutenberg"
Für eine besondere Stadt

Für die Realisierung eines zukunftsorientierten Gutenberg-Museums braucht es einen qualifizierten Dialog. Den wollen wir als engagierte Mainzer unterstützen. Wir lieben diese Stadt und sind davon überzeugt, dass wir Veränderungen akzeptieren müssen, damit sie das bleiben kann, was sie ist: Lebendig, selbstbewusst, vielseitig und vital. All das, was Mainz besonders und unverwechselbar macht, war irgendwann einmal neu und musste seinen Platz in der Geschichte der Stadt finden. Das Miteinander der besonderen historischen Merkmale und zeitgenössischen Ergänzungen sorgt dafür, dass diese Stadt ein besonderer Ort für alle Generationen ist und bleibt.

Für einen besonderen Ort

Das Gutenberg-Museum ist ein wichtiger Baustein der Mainzer Kultur, der für Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Stadt steht. Der Ort, den das Museum einnimmt, entspricht – in der Nähe des Doms am Weg zwischen Schillerplatz und Rhein gelegen – in idealer Weise diesem Anspruch. Die geplante Erweiterung stellt damit eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe dar, bei der es gilt, Geschichte, Gegenwart und Zukunft gleichermaßen gerecht zu werden.

Für ein besonderes Verfahren

Dazu ist erfreulicherweise ein Wettbewerb ausgelobt worden. Ein Verfahren, das mit Kompetenz und Sorgfalt das beste Projekt unter den anonym eingereichten Entwürfen mit dem ersten Preis gekürt hat. Beim Wettbewerb zum Gutenberg‐Museum war die Jury mit hervorragenden und erfahrenen Architekten und Museumsfachleuten besetzt. Beste Voraussetzungen also, um den Anspruch für die Erweiterung eines international beachteten Museums in Mainz erfolgreich bewältigen zu können. Wir unterstützen das Verfahren und dessen Ergebnis, da es die beste Form darstellt, dem Anspruch der Aufgabe gerecht zu werden.

Für ein besonderes Museum

Die Modernisierung und Erweiterung des Gutenberg-Museums ist dringend notwendig. Es braucht eine Architektur, die dem Weltmuseum der Druckkunst angemessen ist. Die Inhalte des Gutenberg-Museums finden international Beachtung. Sammlung, Bibliothek, Restaurierwerkstatt und Ausstellungen verbinden ein Publikum aller Nationen dieser Welt mit der Stadt. Wie der Inhalt, muß auch die Architektur und deren Verknüpfung mit dem Stadtraum der Beachtung weit über die Landesgrenzen hinweg gerecht werden.

Für die Realisierung

Alles beim Alten lassen ist einfach. Veränderungen, die auch das bestehende stärken und bestätigen, brauchen dagegen Zuversicht und Mut. Ob sich dies bestätigt, wissen wir erst in 50 Jahren. Bauten müssen altern können und sich durch den guten Gebrauch bestätigen. Dazu müssen Sie aber vor allem, nach sorgfältiger Prüfung des Entwurfes, gebaut werden. Nur das gebaute Beispiel taugt für eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Anspruch, der an dieses Museum gestellt wird. Das Ergebnis des Wettbewerbs soll gebaut werden, dafür setzen wir uns ein.

Wir freuen uns, wenn möglichst viele so oder ähnlich denkende Mainzer Bürgerinnen und Bürger unserer am 22. April 2016 gegründeten Initiative MAINZ FÜR GUTENBERG beitreten.

Dagmar Rau-Mann, Ludwig Mann, Prof. Heinrich Lessing, Stefan Büchel, Günter Schüller, Julian Schoyerer, Karlheinz Oswald, Matthias Krüger, Annette Willwohl, Isa Kilwink, Achim Streit, Doris Hermann, Daniela Diehl, Karolina Kilian, Gaby Rasch, Paul Weber, Daniel Emmel, Lars Reichow, Sibylle Schreckenberger, Tobias Schneberger, Martina Pipprich, Stefan Schneberger und viele andere.

info@mainz-fuer-gutenberg.de
www.facebook.com/mainzfuergutenberg

Argumente der Gutenberg Stiftung

Unser jahrzehntelanges Engagement gilt dem Erbe Johannes Gutenbergs und dem Museum
der Zukunft. Wir sagen JA zum 1. Bauabschnitt dem sogenannten »Bibelturm«, weil:

  • Der Siegerentwurf gute zeitgenössische Architektur darstellt
  • Das Gebäude ein gelungenes Ensemble mit dem »Römischen Kaiser« bildet
  • Die Planung alle demokratischen Prozesse eines europaweiten Architekturwettbewerbs durchlaufen hat und als Sieger hervorgegangen ist
  • Die Finanzierung des 1. Bauabschnittes gesichert ist
  • Der »Bibelturm« das Potenzial hat, ein Wahrzeichen der Stadt Mainz zu werden und viele Mainzer das auch so sehen
  • 450m2 zusätzliche Ausstellungsfläche für das Gutenberg-Museum entstehen
  • Bedeutende Exponate u.a. die Gutenberg-Bibeln eine außergewöhnliche und überzeugende Architektur verdienen und den
    Besuchern gut zugänglich gemacht werden müssen
  • Das Gutenberg-Museum während der ganzen Bauphase geöffnet bleiben kann
  • Das Gutenberg-Museum als Besuchermagnet ein relevanter Faktor in Tourismus und Wirtschaft der Stadt Mainz bleiben muß
  • Weil parallel zum 1. Bauabschnitt auch der Liebfrauenplatz neu, schöner und bürgerfreundlicher gestaltet wird
Monsignore Klaus Mayer
Bücherturm

Ein sachlicher Beitrag
Für den am 8. Februar 2017 vom Stadtrat beschlossenen und in Auftrag gegebenen Bücherturm des Gutenberg-Museums sprechen gewichtige Gründe:

Bücherturm und Marktplatz

Charakter des Platzes ist die Vielfalt, nicht die Einförmigkeit. Verschiedene Baustile stehen nebeneinander: Dom, Markthäuser, Marktbrunnen, Römischer Kaiser, Haus am Dom. Jede Epoche baute im Stil ihrer Zeit. Dem schließt sich der Bücherturm in gegenwärtiger Architektur des 21. Jahrhunderts  an.

Bücherturm und Stadtbild

Mainz ist eine Stadt der Türme. Besondere Bedeutung von Gebäuden wurde durch Türme angezeigt: Kirchtürme, Stadttürme, Alte Universität, Treppentürme, wie im Römischen Kaiser. Der Bücherturm passt somit in das Stadtbild. Mit der Form des Turms wird die besondere Bedeutung des Weltmuseums der Druckkunst herausgehoben, wie seit eh und je.

Bücherturm und Dom

Den drei Domtürmen des Ostchores und dem des Westchores wird Entsprechung im Gegenüber, dem Bücherturm des Weltmuseums der Druckkunst. Da in seiner Höhe von 22 Metern nur ein Drittel so hoch wie die Domtürme mit 75 Metern über dem Ostchor, ist die Dominanz des Domes gewahrt.

Bücherturm und römischer Kaiser

Das machtvolle Gebäude des Römischen Kaisers behält seine Eigenständigkeit, wie alle Gebäude am Platz. Der Bücherturm reiht sich ein in der ihm eigenen Gestalt.

Bücherturm und Gutenberg-Museum

Sein Eingang hat nicht nur funktionale (Stellfläche), sondern zugleich repräsentative Bedeutung. Er ist Wahrzeichen, Aushängeschild, Logo für das Weltmuseum der Druckkunst. Ihm soll werbende Kraft zu eigen sein für das Weltmuseum der Druckkunst: Magnet, Anziehungspunkt für die Besucher. Dem dient der Bücherturm.

Bücherturm zuerst

Weil als Werbeträger von großer Bedeutung für die Finanzierung des gesamten Projekts der Erweiterung des Museums, wird der Bücherturm im ersten Bauabschnitt erstellt, um werbewirksam mitzuhelfen, weit über die Stadt hinaus, auf das Weltmuseum der Druckkunst aufmerksam zu machen, Mäzene zu gewinnen. Der Bücherturm will und wird Begeisterung wecken, mithelfen zum Gesamterfolg.

Bücherturm und Bibelturm

Der größte Kunstschatz des Gutenberg-Museums ist die Gutenberg-Bibel. Ihre Bedeutung wird herausgehoben durch Ausstellung in einem eigenen Gebäude, zusammen mit anderen Schätzen der Druckkunst.

Bibelturm und Domturm

Mit der Gutenberg-Bibel ist über die räumliche Nähe zum Dom hinaus, besonders innere Verbundenheit gegeben. Im Gutenberg-Museum wird der erste Bibeldruck mit beweglichen Lettern gezeigt. Im Dom wird Bibel seit mehr als tausend Jahren verkündet. Der Bibelturm grüßt hinüber zum Domturm.

Bücherturm und Wochenmarkt

Der Wochenmarkt gewinnt durch den Bücherturm, denn erhöhte Besucherzahl im Weltmuseum der Druckkunst bringt an den Markttagen zugleich dem Wochenmarkt mehr Besucher, denn ihr Weg zum Museum führt über den Markt.

Bücherturm und Umwelt

Die drei Bäume, die zur Museumserweiterung gefällt werden müssen, können später wieder gepflanzt werden. Je berühmter das Weltmuseum der Druckkunst, desto mehr wird auch für einladende Gestaltung seiner Umgebung getan, schon zur Erhöhung der Werbung.

Wer die genannten Fakten überdenkt, der erkennt, wie viel für den Turmbau spricht und wird sich freuen auf den BÜCHERTURM

Klaus Mayer
11.07.2017
© Monsignore Klaus Mayer, Mainz

Ja zum Bibelturm! Zeichen setzen! das neue Gutenberg-Museum